Hospiz am Ohmplatz


Überblick

Sterben heißt loslassen können

Das Hospiz am Ohmplatz bietet schwerkranken und sterbenden Menschen, die daheim nicht mehr betreut werden können, ein letztes Zuhause. Das Hospiz steht allen Menschen offen – unabhängig von ihrer Weltanschauung und ihrer religiösen bzw. spirituellen Überzeugung.

Ziel des Hospizes ist, dass der/die Kranke möglichst ohne Beschwerden, umsorgt von Bezugspersonen aus der Familie und dem Freundeskreis, sein/ihr Leben bis zuletzt gestalten und bewusst erleben kann.

Das stationäre Hospiz der Diakonie Erlangen Pflege gemeinnützige GmbH wird in Kooperation mit dem Hospiz Verein Erlangen e.V. betrieben.

Ein Blick in das Hospiz am Ohmplatz

12 helle, klimatisierte Einzelzimmer mit Bad, Telefon, Radio und TV stehen unseren Gästen zur Verfügung. Das Hospiz verfügt über ein großes Wohnzimmer zum Lesen, gemeinsam Essen, Spielen, Feiern und Musikhören, ein schönes Pflegebad und eine überdachte Terrasse, die auch für Betten zugänglich ist.

Besondere Angebote für Bewohner*innen und deren Angehörige

Die Aufnahme in das Hospiz am Ohmplatz

Wenn die eigene Krankheit so weit fortgeschritten ist, dass eine Heilung ausgeschlossen ist, können Betroffene im Hospiz am Ohmplatz aufgenommen werden. Eine Versorgung Zuhause ist dann nicht mehr möglich. Der palliativ-medizinische und pflegerische Aufwand übersteigt die Möglichkeiten von Laienhelfern*innen und ergänzenden ambulanten Versorgungsformen. 

Voraussetzung für die Aufnahme ist, dass sich das Lebensende der/des Betroffenen abzeichnet (Tage bis wenige Monate). Zudem muss der/die Erkrankte um seine/ihre Situation wissen. Er/Sie wünscht sich eine lindernde, palliative Behandlung - insbesondere eine wirksame Schmerztherapie. 

Das Hospiz übernimmt auch Betroffene aus stationären Pflegeeinrichtungen. Dies ist möglich, wenn die Finalpflege und Sterbebegleitung dort, trotz spezialisierter ambulanter Palliativversorgung und Ehrenamt, nicht mehr geleistet werden kann. Grund hierfür kann beispielsweise eine zu große Symptomlast sein. 

Ziel und Team

Das Ziel: In Würde und ohne Angst sterben

Ziel der stationären Hospizarbeit ist es, den Gästen eine besondere Pflege und Begleitung anzubieten. Die Lebensqualität des sterbenden Menschen wird verbessert und aktive Sterbehilfe ausgeschlossen.

Sterben ist ein Teil des Lebens. Es ist ein Vorgang, der weder verkürzt noch künstlich verlängert werden darf. Hospizarbeit bedeutet, Menschen in der oft schwierigen letzten Phase ihres Lebens zugewandt und achtungsvoll zu begleiten. So wird ihre Würde gewahrt. 

Das Ziel des Hospizes erfordert ein starkes Team. Es besteht aus speziell geschulten Fachkräften: Hausärzte*innen, examinierte Pflegekräfte, eine Sozialpädagogin, eine Verwaltungskraft, eine Seelsorgerin, ein Musiktherapeut, eine Kunsttherapeutin und ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen begleiten die Gäste jeden Tag. Die fachkundige Pflege und der wertschätzende Umgang schaffen Sicherheit und Geborgenheit. So verbringen die Gäste des Hospizes ihre verbleibende Zeit selbstbestimmt und in Würde.

Die vier Behandlungsansätze der Hospizbewegung

Der soziale Ansatz

Ziel ist es, die Isolation, die eine Krankheit häufig mit sich bringt, zu verhindern. Die Hospizbewegung will den/die Kranken, aber auch dessen/deren Angehörigen begleiten und so ein Stück soziale Normalität wiederherstellen. Die Betroffenen sollen so den letzten Abschnitt des Lebensweges so selbstbestimmt wie möglich leben. Professionelle Helfer*innen, Angehörige und Freunde*innen bieten dem kranken Menschen Hilfen an, er selbst bleibt aber Entscheidungsträger*in. Voraussetzung für diese gestützte Autonomie ist allerdings eine umfassende Aufklärung des/der Patienten*in über seine/ihre Krankheit und eine orientierende Information über seine/ihre Prognose. Gleicher Wissensstand für alle Beteiligten ist die Grundlage offener Gespräche und ermöglicht den Respekt vor den Entscheidungen der Patienten*innen.

Man kann die Schmerzen und viele andere Symptome von schwerstkranken Patienten*innen erfolgreich behandeln. Beim Großteil aller Tumorpatienten*innen ist man Schmerzfreiheit erreichbar. Fachärzte*innen, insbesondere Schmerztherapeuten*innen sind deshalb wichtige Partner*innen im Behandlungsteam. Zusätzlich sind professionelle Pflege, Physiotherapie, Sozialarbeit, Seelsorge und andere Disziplinen Teil der Palliativmedizin und der Hospizarbeit.

Sterbende belasten ihr Gewissen, wenn sie durch Ungetanes gebunden sind. Sie brauchen Gewissheit, dass alle persönlichen Dinge geordnet und geregelt werden. Offene Dialoge im Kreise von Familie und Freunden*innen können sehr schwierig sein, dienen aber unter Umständen der Konfliktlösung.

Sterbende suchen oft eine persönliche Auseinandersetzung mit der Sinnfrage des Lebens und des Lebensendes. Unabhängig von ihrer Weltanschauung und ihrer religiösen Überzeugung haben sie Fragen. Häufig trauen sie sich jedoch nicht, diese zu stellen. Das Hospiz ist weltanschaulich und konfessionell offen.

Jede Person, die in der Einrichtung lebt, muss Einschränkungen und Beschränkungen im Vergleich zu ihrem bisherigen Leben hinnehmen. Gemeinsam mit dem Gast und dessen Bezugspersonen wird nach Lösungen gesucht, wie die Gesamtsituation zur Zufriedenheit aller bewältigt werden kann.

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