Hilfe im Leben

Stadtmission Nürnberg & Diakonisches Werk Fürth planen Zusammenschluss

Die Stadtmission Nürnberg und das Diakonische Werk Fürth wollen künftig einen gemeinsamen Weg gehen. Geplant ist, dass sich beide Wohlfahrtsorganisationen zum 1. Januar 2027 zusammenschließen.

Mit der Fusion bauen die beiden Träger sozialer Dienste ihre bedeutende Stellung im Städtedreieck Nürnberg-Fürth-Erlangen weiter aus, schließlich gehört auch die Diakonie Erlangen bereits zur Stadtmission Nürnberg e.V. „Wir bündeln gemeinsam unsere Stärken und Kompetenzen, um auch künftig für die Menschen da zu sein, die Hilfe im Leben brauchen“, sagt Kai Stähler, Vorstandsvorsitzender der Stadtmission Nürnberg. Für die Klientinnen und Klienten, die von den Angeboten der beiden Träger begleitet, betreut und unterstützt werden, bleibt alles wie gewohnt. „Wir setzen auf Kontinuität, Nähe und die gelebte Identität vor Ort“, betont Stephan Butt. Der Vorstand des Diakonischen Werks Fürth weiter: „Unsere Arbeit in Stadt und Landkreis Fürth bleibt gemeinsam mit all unseren Mitarbeitenden unverändert bestehen.“

Fachliche Kompetenz trifft soziale Verantwortung

Beide Organisationen eint der Anspruch, soziale Verantwortung mit hoher fachlicher Kompetenz, langfristiger Verlässlichkeit und einem klar erkennbaren diakonischen Profil wahrzunehmen. Der geplante Zusammenschluss ist deshalb ein bewusst gewählter Schritt, um diesem Auftrag auch künftig gerecht zu werden – gerade vor dem Hintergrund zunehmend komplexer und herausfordernder Rahmenbedingungen in der Sozialwirtschaft. Genau hier setzt der Zusammenschluss an: Er schafft die Grundlage, diesen Herausforderungen gemeinsam und nachhaltig zu begegnen.

Mit der angestrebten Fusion schaffen Stadtmission Nürnberg und Diakonie Fürth eine stabile Grundlage, um ihre Angebote dauerhaft zu sichern und weiterzuentwickeln. Sie bündeln Ressourcen, nutzen Synergien und stärken ihre organisatorische wie wirtschaftliche Handlungsfähigkeit. So entsteht ein großer leistungsfähiger Träger, der auch in Zukunft verlässlich für die Menschen in der Region da sein kann.

„Gemeinsam gut aufgestellt in die Zukunft“

„Wir wollen gemeinsam gut aufgestellt in die Zukunft gehen und unsere Arbeitsfelder gemeinsam weiterentwickeln“, sagt Gertrud M. Barth, Finanzvorständin der Stadtmission Nürnberg. Und Brigitte Beißer, Vorständin der Diakonie Fürth, ergänzt: „Uns verbindet der diakonische Auftrag, für Menschen da zu sein, die Unterstützung benötigen. In einer Zeit steigender Bedarfe, wachsender Anforderungen, knapper Ressourcen und nicht zuletzt anhaltenden Drucks bei der Gewinnung und Bindung von Personal wollen wir diesen Auftrag künftig gemeinsam und gleichberechtigt erfüllen.“

Mehr als 2700 Mitarbeitende nach Zusammenschluss

Zur Stadtmission Nürnberg e.V. gehört bereits die Diakonie Erlangen, die nach vielen Jahren enger Zusammenarbeit zum 1.1.2023 ganz in den Unternehmensverbund der Stadtmission Nürnberg e.V. integriert wurde. Insgesamt arbeiten in diesem Verbund rund 2.100 hauptamtliche Mitarbeitende. In über 80 Einrichtungen, Diensten und Projekten – schwerpunktmäßig in Nürnberg und Erlangen – finden Menschen durch das große Engagement der Mitarbeitenden Hilfe im Leben.

Die Diakonie Fürth ist mit ihren rund 600 Mitarbeitenden einer der wichtigsten Träger sozialer Dienste in Stadt und Landkreis Fürth. Sie ist hier vor allem im Bereich der stationären und ambulanten Pflege, in der Tagespflege, im Betreuten Wohnen und in der Sozialen Arbeit, insbesondere in der Beratung, aktiv. Außerdem ist die Diakonie Fürth Trägerin von drei Koordinierten Stadtteilnetzwerken der Stadt Fürth, des Quartiersmanagements in Oberasbach und leistet mit Angeboten wie kulturplus einen nachhaltigen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe in Stadt und Landkreis Fürth.

Zusammenwachsen über die Stadtgrenze hinweg

Die Mitglieder beider Wohlfahrtsorganisationen machen sich nun gemeinsam auf den Weg, den formalen Zusammenschluss vorzubereiten. Die Aufsichtsgremien beider Träger unterstützen diese Schritte ausdrücklich. Stadtmission Nürnberg und Diakonie Fürth wollen jedoch nicht nur formal eins werden, sondern auch kulturell über die Stadtgrenze hinweg zusammenwachsen. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch. Deshalb betonen die Verantwortlichen, wie wichtig ihnen eine sorgfältige Begleitung des gesamten Veränderungsprozesses ist. „Wir werden unsere Mitarbeitenden auf diesem Weg eng begleiten und aktiv unterstützen“, so die Vorstände beider Träger unisono.

Zum Start des gemeinsamen Weges im Jahr 2027 ist auch die Einführung eines neuen, einheitlichen Namens vorgesehen, der die Verbundenheit sichtbar machen soll. Kai Stähler, Vorstandsvorsitzender der Stadtmission Nürnberg, betont dabei: „Das entscheidende verbindende Element besteht längst: unsere gemeinsame diakonische Identität. Sie ist das Fundament, auf dem wir weiterbauen.“ 

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