Hilfe im Leben

Diakonie Erlangen sucht ehrenamtliche Demenzhelfer*innen

Wir suchen Menschen, die sich ehrenamtlich für Menschen mit demenzieller Erkrankung engagieren möchten. Am 6. März startet eine neue kostenfreie Schulung zum*r Demenzbegleiter*in. Die Einsätze der Ehrenamtlichen sind dabei so vielseitig wie die Klienten*innen selbst.

In der Regel begleiten die ehrenamtliche Helfer*innen demenzerkrankte Menschen in ihrem Alltag in den eigenen vier Wänden und ihrem Lebensumfeld: Sie gehen beispielsweise mit ihnen spazieren, spielen miteinander, singen gemeinsam, kochen zusammen oder lesen vor – je nach Bedarf zu individuell abgestimmten Zeiten.

Vielseitige und sinnhafte Unterstützung

„Ich suche jemanden, der mit meiner Mutter Tomatenpflanzen setzt." Außergewöhnliche Anfragen nach Unterstützung erreichen das Team um Karoline Kopp, die die Demenzbetreuung und Entlastungsangebote der Diakonie Erlangen leitet, immer wieder. Die Hobbys und Vorlieben der demenzerkrankten Menschen, die von ehrenamtlichen Helfer*innen besucht werden, sind vielseitig und gehen manchmal eben auch über "normale" Aktivitäten hinaus.  „Das macht unsere Arbeit interessant und spannend“, so Kopp.

„Die Angehörigen von an Demenz erkrankten Menschen sind besonders stark belastet. Sie haben oft kaum Zeit für sich“, betont Kopp. Deshalb sei die Unterstützung durch Ehrenamtliche so enorm wichtig. „Und es ist eine tolle Gelegenheit, seine Zeit sinnvoll zu gestalten.“ 

Gemeinsame, aktive Zeit schenken

Die Häufigkeit der Einsätze ist individuell. „Jeder macht so viel er kann und will. Es muss menschlich sowie zeitlich zusammenpassen, nur so kann Betreuungsarbeit klappen.“ Ziel ist es, den Betroffenen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu Hause zu erhalten und sie mit den Besuchen zu stimulieren und zu aktivieren. 
Die ambulanten Demenzhelfer*innen schenken den Betroffenen eine schöne gemeinsame Zeit, die ihnen Freude und Abwechslung im Alltag bringt. Wer möchte, kann sich aber auch in der Betreuungsgruppe engagieren, die sich immer dienstags von 14.00 bis 16:30 Uhr im Maria-Busch-Haus trifft.

„Wir tun etwas gegen das Fortschreiten der Demenz. Unser Programm bietet Rituale zur Orientierung, unser Begrüßungslied darf ebenso wenig fehlen wie ein jahreszeitlich passendes Thema. Wir machen Gymnastik, Gehirnjogging, Spiele, kleine Bastelarbeiten. Der vergnüglichste Teil ist natürlich das gemeinsame Kaffeetrinken“, schmunzelt Kopp. Es ist für jeden etwas dabei. Nicht alle sind gleich fit, aber es wird jede*r Teilnehmer*in mitgenommen.

Neue Kurse ab März

Um die neuen Demenzbetreuer*innen auf ihre Aufgabe vorzubereiten und offene Fragen zu beantworten, bietet die Demenzbetreuung in Kooperation mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. im Frühjahr eine kostenfreie Schulung im Maria-Busch-Haus in der Daimlerstraße 44 in Erlangen an. Der Kurs startet am 6. März 2026 und findet an drei Wochenenden, immer Freitagabend und Samstagvormittag, statt.

Infos und Anmeldung:

Karoline Kopp
T. (09131) 63 01-520
karoline.kopp@diakonie-erlangen.de
www.diakonie-erlangen.de/demenzbetreuung

Anmeldeschluss ist der 16. Februar 2026.

 

 

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