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Tafel Erlangen unter neuer Leitung

Seit Dezember befindet sich die Tafel Erlangen unter neuer Leitung: Elke Bollmann, seit 2017 stellvertretende Leitung und zuständig für die Ausgabestellen Büchenbach und Herzogenaurach, übernimmt die Verantwortung für die gesamte Einrichtung.

Elke Bollmann, neue Leiterin der Tafel Erlangen, leistet verstärkt Bildungsarbeit und möchte den Service „Tafel Mobil“ ausbauen.

„Ich habe sofort ja gesagt, als ich gefragt wurde“, so die motivierte 55-Jährige. Einer der vielen Gründe: „Mein Gefühl, in der Gesellschaft verändere sich etwas, bestätigt sich in der täglichen Arbeit.“

 

Neue Wege nach 7 Jahren
7 Jahre lang leitete Gertrud König die Tafel Erlangen leidenschaftlich. Leicht fällt ihr der Rücktritt daher nicht: „Ich habe die Tafel-Arbeit sehr gern gemacht“, betont sie, „es war eine Vernunftentscheidung kürzer zu treten.“ Neue Lebensumstände machten es erforderlich, dass sie weniger Stunden arbeitet. Das ermögliche ihre neue Tätigkeit in einer Einrichtung für Menschen mit Suchterkrankung der Stadtmission Nürnberg. „Es ist daran, etwas Neues zu tun“, erklärt die 58-Jährige, „ich bin neugierig und es ist eine gute Alternative, um das umzusetzen, was ich wollte“.

 

Hoher Bedarf nach „Tafel Mobil“
Die zunehmende Altersarmut zeige sich in den Ausgabestellen ganz deutlich, beobachtet die neue Leiterin Elke Bollmann. Mit dem Service „Tafel Mobil“ beliefert ihr Team bereits ältere oder erkrankte Bedürftige, die nicht mehr zur Tafel kommen können, mit Lebensmitteln. Derzeit sind es 15 Kunden*innen, die auf diese Weise unterstützt werden können. „Locker 30 Personen hätten Bedarf“, erklärt Bollmann, „deshalb arbeiten wir daran, den Lieferservice auszubauen“.

 

Mehr Zusammenhalt und mehr Bildungsarbeit
Es geht Bollmann bei der Tafel-Arbeit auch um den Umweltgedanken und darum, Lebensmittel sinnvoll zu verwenden. Die Wertschätzung sei hierzulande zu gering. Um das langfristig zu ändern, geht Bollmann verstärkt in Schulen und berichtet über die Arbeit der Tafel. Außerdem erklärt sie umfassendere Zusammenhänge: „Finanzielle Not, Wohnungslosigkeit, Bildungsarmut – das ist zwar ein großer Bogen, erschließt sich den Schülern aber schnell.“

 

Vermehrt stellen sich die Tafel und das gegenüberliegende „Willi“, eine Tagesstätte für Wohnungslose, gemeinsam vor, um auf Armut aufmerksam zu machen. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Trägern und Initiativen sowie der Stadt möchte Bollmann verstärken: „Wir wollen dadurch sprachfähiger sein, also einfach besser gehört werden“, erklärt sie, „und von Synergieeffekten profitieren“.

 

Auf Augenhöhe und mit Respekt
Sehr bewusst habe sich Bollmann vor einem Jahr für die Tafel entschieden: „Hier unterstütze ich Menschen ganz direkt.“ Das passiere nicht nur durch die materielle Hilfestellung, sondern auch dadurch, dass man sich mit Kunden*innen auf Augenhöhe und mit Respekt begegne.

 

Auch das Team sei aufgeschlossen und die Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Tafel funktioniere reibungslos. Sie fühle sich gut aufgehoben, so Bollmann. „Ich glaube gemeinsam können wir viele Türen öffnen.“

 

Bilder zur kostenfreien Nutzung freigegeben. © Diakonie Erlangen

Meldung vom: 13.12.2019

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