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5 Jahre KulturTafel: "Besser als jede Psychotherapie"

Die KulturTafel der Diakonie Erlangen feierte ihr fünfjähriges Bestehen.

(1) V. l.: Matthias Ewelt (Vorstand Diakonie Erlangen), Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß, Juliane Siegel (KulturTafel), Andrea Meissner (VR Bank Er-langen-Höchstadt), Barbara Piehler (Theater Erlangen), Hubert Nägel (Nägel Ideen & Events), Meike Walter (gVe), Cindy Lang (Theater Fifty Fifty e.V.), Lisa Popp (Kulturpunkt Bruck), Hannah Ibisch (Jugendkunstschule), Verena Bäumler (E-Werk), Viktor Kollmannsberger (E-Werk), Frank Hofmann (Klassikkultur e.V.)

(1) V. l.: Matthias Ewelt (Vorstand Diakonie Erlangen), Bürgermeisterin Dr. Eli-sabeth Preuß, Lisa Popp (Kulturpunkt Bruck), Frank Hofmann (Klassikkultur e.V.), Hannah Ibisch (Jugendkunstschule), Hubert Nägel (Nägel Ideen & Events), Verena Bäumler (E-Werk), Viktor Kollmannsberger (E-Werk), Barbara Piehler (Theater Erlangen), Andrea Meissner (VR Bank Erlangen-Höchstadt), Sabine Hornung (Diakonisches Werk Erlangen e.V.), Cindy Lang (Theater Fifty Fifty e.V.), Juliane Siegel (KulturTafel), Meike Walter (gVe)

In nur fünf Jahren hat die KulturTafel 6.655 Tickets an Menschen mit schmalem Geldbeutel vermittelt. Vor allem auch dank großzügiger Veranstalter*innen: Vertreter*innen des E-Werks, des Erlanger Theaters, des gVes, der Jugendkunstschule, des Brucker Kulturpunktes und vieler weiterer Erlanger Kulturschaffender waren der Einladung ins Fifty-Fifty-Theater gefolgt und wurden mit einer Urkunde als treue Kulturpartner*innen geehrt. Juliane Siegel, Leiterin der KulturTafel, bedankte sich auch bei ihren Ehrenamtlichen. Von Anfang an leitet sie die Einrichtung, ihr „Baby“. Die KulturTafel könne man vergleichen mit einem heranwachsenden Kind: „Die ersten Kinderkrankheiten sind überstanden und jetzt läuft es.“

 

Ein großer Wachstumsschub sei durch den ErlangenPass möglich gewesen, der die Anmeldung neuer Nutzer*innen beschleunigt habe, erinnerte sich Siegel. Denn berechtigt, kostenlose Tickets zu bekommen, sind nur Personen, die wirklich bedürftig sind – das wird zuverlässig geprüft, bevor jemand die Berechtigung erhält. „Es ist doch richtig und wichtig, auch Menschen mit weniger Geld anzunehmen, zu unterstützen, ja zu beschenken und zwar auf Augenhöhe“, findet Siegel. Gerade weil dieser Meinung nicht alle Menschen seien, forderte Matthias Ewelt, Vorstandssprecher der Diakonie Erlangen, ein umso energischeres Eintreten gegen soziale Ab- und Ausgrenzung.

 

Nachhaltiger Nutzen
Unterstützt wird die KulturTafel nicht nur von Kulturschaffenden, sondern auch von zahlreichen Spendern*innen und von der Stadt Erlangen. „Jeder Euro, der aus städtischen Töpfen in die KulturTafel fließt, ist gut angelegt“, betonte Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß. Unter dem Dach der Diakonie werde das Wort „Teilhabe“ durch die KulturTafel mit Leben gefüllt. Sie gab auch zu bedenken, dass schwierige Lebenssituationen nicht immer eine Endstation bedeuten.

 

Von einer solchen Erfahrung kann auch Juliane Siegel, Leiterin der KulturTafel, berichten: Eine ehemalige Abnehmerin von kostenlosen Tickets hat nach einer Umschulung eine gute Arbeitsstelle gefunden und ist nicht mehr berechtigt, die KulturTafel zu nutzen. „Sie ist aber so dankbar über das, was sie von der KulturTafel bekommen hat, dass sie uns seit Kurzem ehrenamtlich unterstützt“, freut sich Siegel, „sie will auf diese Weise etwas zurückgeben“. Berührt habe sie auch eine Nutzerin, die ihr berichtete, wie sie kurz nach dem Verlust ihres Jobs eine Kulturveranstaltung besuchen durfte und daraufhin so motiviert war, dass sie noch am gleichen Abend mehrere Bewerbungen verschickt habe.

 

Viele positive Reaktionen und Emotionen
Reaktionen und Emotionen von allen Seiten landen meist bei Juliane Siegel als Bindeglied zwischen den Ticketspendern*innen und –empfängern*innen: „Organisieren, telefonieren, sich freuen, sich ärgern, Zusagen, Absagen, Freudensprünge am Telefon, Seelsorgegespräche, Tränen, Bitten, Forderungen“, fasst die 38-Jährige die letzten 5 Jahre zusammen. „Beim Verschenken der Tickets fühle ich mich wie eine Glücksfee“, erklärt sie. „Das ist besser als jede Psychotherapie“, habe sie von Nutzern*innen schon gehört. Aber: „Ohne Tickets zu bekommen, können wir natürlich keine Tickets vergeben.“ Immer wieder sei sie begeistert, wie viel Offenheit ihr begegnet, wenn sie bei Veranstaltern*innen um Unterstützung bittet. Anlässlich des Jubiläums wolle sie ihnen daher ihre Wertschätzung ausdrücken.

 

Plattform für Unterstützung und Kooperationen
Deutlich wurde durch den Kontakt der KulturTafel zu vielen Veranstaltern*innen, dass der Wunsch nach mehr Miteinander zwischen Kulturschaffenden besteht. „Vielleicht gelingt das in Form eines Stammtisches“, schlug Siegel vor, „bei dem Zeit zum Austausch besteht, Events terminlich abgestimmt oder gemeinsame Projekte angeleiert werden“. Die Jubiläumsfeier bot die Gelegenheit, sich beim Sektempfang auszutauschen zwischen Veranstaltern*innen, Ehrenamtlichen und Politikern*innen, darunter Ursula Lanig (SPD, stv. Fraktionsvorsitzende) und Birgit Hartwig (SPD) aus dem Erlanger Stadtrat.

Meldung vom: 03.12.2019

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