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Clowns und Hospiz - passt das zusammen?

Um es gleich einmal vorweg zu nehmen: Ja, es passt hervorragend zusammen.

Wer an Clowns denkt, hat automatisch das Bild des (un)lustigen Zirkusclowns im Kopf. Humor für die ganze Familie, von schlecht bis supertoll ist alles dabei, je nach Erfahrungsschatz. Zirkusclown und Clown im Hospiz passen nur optisch zusammen.

Die Klinikclowns Franken, das Clownprojekt e.V. mit Sitz in Nürnberg, ist spezialisiert auf Einsätze bei kranken Menschen. Kinderklinik, Pflegeheime und onkologische Stationen gehörten zum bisherigen Einsatzgebiet.  Seit Ende 2017 zählt nun auch das Hospiz am Ohmplatz zu den Spielorten. Anfangs gab es von Seiten der Mitarbeiter erwartungsgemäß einige Skeptiker. Wer nur die Zirkusclowns kennt, dem muss ich tatsächlich zustimmen – sowas passt nicht in ein Hospiz. Hier jedoch ist der Ansatz ein völlig Anderer.


Es geht nicht darum, auf biegen und brechen für Lachen zu sorgen, mit immer gleichen, einstudierten Nummern. Die Clowns, die immer zu zweit kommen, erhalten vor dem Spiel eine grobe Übergabe, denn ein paar Hintergrundinformationen sind wichtig. Dabei sind sie noch nicht verkleidet, denn in ihrem Clownskostüm sind sie fest in ihrer Rolle – dieses bewusste Schlüpfen in die Rolle hilft den Clowns sich abzugrenzen. In der Übergabe wird entschieden, in welche Zimmer die Rotnasen gehen dürfen und in welche nicht. Präfinale (in der letzten Phase befindlich) Gäste und Menschen die sich „nicht wehren“ können sind für einen Besuch tabu.  Das Spiel im Hospiz ist schließlich ein Geben und Nehmen. Die Clowns tasten sich heran, finden durch ihre gute Menschenkenntnis heraus ob der Gast Interesse an einem Spiel hat oder nicht. Sie sind dabei sehr sensibel und nehmen eine Ablehnung nicht persönlich. Die Clowns versuchen, die Emotionen aufzunehmen die Ihnen entgegengebracht werden. Es kann also schon einmal sein, dass ein trauriger Gast dann nicht mehr alleine traurig sein muss, sondern zwei Mitstreiter bekommt.  Angehörige werden ins Spiel mit eingebunden, Personal des Hospizes ist nicht dabei, außer es ergibt sich zufällig. Die Interaktionen sind wirklich abwechslungsreich: Musikalische Einlagen, Gymnastik, Poesie und Spiele mit Tüchern und Papierblumen sind nur ein kleiner Teil des Repertoires. Die Clowns sind sehr reflektiert auf ihre Wirkung beim Gast, können Grenzen gut einschätzen. Im Anschluss an das Spiel gibt es noch eine Rückmeldung der Clowns an mich – wir befinden uns momentan in einer halbjährigen Testphase. Da es für das Clownprojekt e.V. die erste Zusammenarbeit mit einem Hospiz ist, ist gegenseitiges Feedback enorm wichtig. Man kann festhalten, dass die Skeptiker in den Reihen der Hospizmitarbeiter merklich weniger geworden sind… Sehr zur Freude von mir und den Clowns, denn wir sind uns sicher: Clowns und Hospiz passen perfekt zueinander. Das haben die Clowninnen Pupille, Pipette, Fanta und Annerösli bisher eindrucksvoll bewiesen.

Mehr Informationen zum Clownprojekt e.V. finden Sie hier:  https://clownprojekt.de/

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